3,8% mehr Gäste im 1. Halbjahr

16 August 2019

3,8% mehr Gäste in Deutschland (BTW Tourismusindex) klingt erst einmal nach einer guten Nachricht. Auch von uns betreute Hotels konnten bei den Übernachtungszahlen gegenüber dem Vorjahr zulegen. Etwas zögerlicher als 2018 waren die Deutschen lt. der Studie, bislang hingegen in Sachen Rundreisen (-3%) und beim Sport-/Aktivurlaub insbesondere mit Blick auf den Wintersport (-4%).

Diese Zahlen können wir ebenfalls bestätigen, da auch viele unserer Kunden Rückgänge im Segment Wintersport zu verzeichnen hatten. Grund war aber vor allem die übertriebene Berichterstattung der Medien. Diese machten aus einem überwiegend normalen Winter mit viel Schnee ein Schnee-Chaos und sorgten damit für viele Stornierungen.

Viel interessanter ist allerdings die Frage, wie künftig der steigende Bedarf an Übernachtungszahlen und der entsprechenden Dienstleistung aufgefangen werden soll.

Es fehlt an allen Enden an motiviertem Personal. Viele Betriebe, insbesondere in der Gastronomie, müssen ihr Dienstleistungsangebot bereits (zeitweise) einschränken, da sie kein Personal mehr finden.

Umso erstaunlicher ist die Forderung einer der neuen Spitzenkandidaten der SPD, Christina Kampmann, die sich für die Einführung einer 25-Stunden-Wochen bei vollem Lohnausgleich und 30 Tagen Urlaub. Die ehemalige Familienministerin Nordrhein-Westfalens sprach sich im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus dafür aus, Arbeitszeitmodelle grundsätzlich zu überdenken.
Wie die Finanzierung dieser Forderung z.B. von Hoteliers und Gastronomen umzusetzen ist bleibt wohl ihr Geheimnis.

Kein Geheimnis ist, dass solche Forderungen, die natürlich öffentliches Interesse finden, uns es nicht leichter machen wird, qualifiziertes und bezahlbares Personal zu finden oder zu halten.

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