Was sonst noch wichtig ist

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Tipps, News und auch Kurioses aus der Welt der Hotellerie, Gastronomie und manchmal auch aus der Politik.

Kassenschau - Was Hoteliers und Gastronomen wissen sollten
Leidiges Thema: Kassenschau und Frühstückssplit

Anscheinend benötigen die Finanzämter mal wieder Geld. Gerne schauen die Prüfer dann mal bei kleinen und mittelständischen Hotel- und Gastronomiebetrieben vorbei. Da es, trotz ernsthafter Bemühungen, kaum möglich ist, alle Richtlinien 100%tig zu beachten, sind oft Strafzahlungen, Auflagen und Nachprüfungen die Folge.

 

Auf einer Fachgruppentagung des DEHOGA Brandenburg gab es ein paar Hinweise zur Kassenschau:

 

  • Mitarbeiter der entsprechenden Behörden müssen sich ausweisen und kommen in der Regel zu zweit.
  • Sie dürfen die Räumlichkeiten betreten, aber dürfen nichts "durchsuchen".
  • Die Bedienungsanleitung der Kasse muss griffbereit oder online verfügbar sein.
  • Der Prüfer darf selbst nicht an die Kasse.
  • Der Prüfer wird in der Regel den Bestellvorgang inkl. Stornobon im Detail prüfen.
  • Auch auf Nachfrage dürfen Sie keinen Z-Bon ziehen, sondern nur einen X-Bon. Der Z-Bon wird nur einmal am Tag nach Kassenende gezogen.
  • Die Verfahrensdokumentation wird geprüft. Vorlagen gibt`s beim DEHOGA.
  • Trinkgelder für Mitarbeiter gelten als Zuwendung des Gastes an den Mitarbeiter und müssen vom Mitarbeiter nicht versteuert werden. Die Auszahlung des Trinkgeldes an Mitarbeiter (z.B. im Rahmen einer Kreditkartenzahlung) muss vom Arbeitgeber dokumentiert werden.
  • Der "Chef" sollte kein Trinkgeld erhalten. Er muss es bei Erhalt in seiner EKSt. Erklärung angeben und versteuern.
  • Das Kassenbuch ist täglich zu führen.
  • RG, die digital übermittelt werden, sind zu speichern und 10 Jahre aufzubewahren.

 

Oft erfolgt die Kassenschau zusammen mit einer Betriebsprüfung des Finanzamtes. Auch hier tauchen immer wieder kritische Fragen seitens der Prüfer auf. Sie beziehen sich sehr oft auf das Thema Frühstückssplit. Bitte beachten Sie deshalb:

 

  • Der Frühstücksanteil sollte angemessen sein und sich an der Qualität des Frühstücksbuffets, des allgemeinen Hotelstandards und der allgemeinen Wareneinsatzquote orientieren.
  • Eine sinnvolle Ermittlung erfolgt durch 2-3 Inventuren pro Jahr.
    • Dabei wird die ausgegebene Ware mengen- und wertmäßig erfasst.
    • Die rückläufige und noch verwendbare Ware wird abgezogen.
    • Der so ermittelte Wareneinsatz wird durch die Anzahl der Gäste geteilt, die am Frühstück teilgenommen und bezahlt haben.
    • Der Nettoumsatz, der für das Frühstück gesplittet wird (z.B. 7 EUR brutto = 5,88 EUR netto) wird mit der Gästeanzahl multipliziert und ins Verhältnis zum Wareneinsatz gesetzt.
    • So erhält man den Wareneinsatz in Prozent für das Frühstück.
  • Die Inventuren und Kalkulationen werden im Bedarfsfall dem Prüfer vorgelegt. Ergänzt werden diese Kalkulationen ggf.  durch die Lohn-Kalkulation der eingesetzten Mitarbeiter.
    Fruehstueckskalkulation

Einstellungsgespräche richtig führen! 5 Tipps für Sie!

Beim heutigen Fachkräftemangel ist der Hotelier oder Gastronom in der Regel froh, überhaupt einen potentiellen Mitarbeiter zu finden. Beim Einstellungsgespräch lauern aber nun zahlreiche Fallstricke. Welche Fragen sind erlaubt, welche verboten? Generell gilt, dass Fragen nach dem beruflichen Werdegang und Berufserfahrungen wahrheitsgemäß beantwortet werden müssen. Gleiches gilt für die Fragen nach Zeugnissen, Referenzen und der bisherigen Gehaltshöhe. Auch die Frage nach (Lebensmittel)Allergien oder chronischen Erkrankungen, die eine Berufsausübung gefährden könnten, sind zulässig. Antwortet der Kandidat nicht wahrheitsgemäß, so kann das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung angefochten werden.

Zu den Tabu-Fragen gehören z.B. Fragen nach Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder Fragen nach einer beabsichtigten oder bestehenden Schwangerschaft. Auch Fragen nach der künftigen Familienplanung sollten vermieden werden. Bei falschen Angaben zu diesen unzulässigen Fragen wird es keine Konsequenz geben.

Wichtig ist auch die sorgfältige Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

 

Welche Fragen sollten im Einstellungsgespräch vermieden werden?

Zu den Tabu-Fragen gehören z.B. Fragen nach Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft oder Fragen nach einer beabsichtigten oder bestehenden Schwangerschaft. Auch Fragen nach der künftigen Familienplanung sollten vermieden werden. Bei falschen Angaben zu diesen unzulässigen Fragen wird es keine Konsequenz geben.

Wichtig ist auch die sorgfältige Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.

 

Hier 5 Tipps, wie Sie Einstellungsgespräche richtig führen:

  1. Lassen Sie den Kandidaten möglichst viel von sich erzählen.
  2. Fragen Sie nach den Gründen für seine Bewerbung speziell in Ihrem Betrieb.
  3. Hat sich der Kandidat mit der Stelle und Ihrem Betrieb bereits auseinandergesetzt?
  4. Gehen Sie mit den Bewerber die Stellenbeschreibung durch.
  5. Zeigen Sie dem Bewerber den Betrieb. Achten Sie darauf, wie er reagiert. Grüßt er Gäste und Mitarbeiter? Wie schnell geht er? Stellt er Fragen?

 

Mehr Informationen und viele praktische Tipps, wie Sie Einstellungsgespräche richtig führen, erhalten Sie in unseren Seminaren z.B. zum Thema Mitarbeitermotivation. Weitere Seminare zu den Themenbereichen Controlling/Budgetierung, Hotelmarketing oder Beschwerdemanagement führen wir in kleinen Gruppen immer wieder hier in Berlin durch. Gerne kommen wir aber auch in Ihren Hotel- oder Gastronomiebetrieb und schulen Ihre Mitarbeiter individuell und auf ihre Bedürfnisse abgestimmt. Nicht das passende Thema gefunden? Dann sprechen Sie uns doch an, wir können Inhalten ergänzen oder verschiedene Seminarinhalte verbinden. Unsere Telefonnummer 030-622 05 822 oder schreiben Sie eine E-Mail an info@burckschat-hotelberatung.de

Tipps und Informationen zum Thema Mindestlohn
Gastronomie wieder unter Generalverdacht

Die AHGZ macht in der neuesten Ausgabe mit der Schlagzeile auf: Zoll sitzt Mindestlohn-Betrügern im Nacken. Weiter im Text heißt es: "Im Fokus standen dabei Branchen, die als besonders anfällig für Verstöße gegen das Mindestlohngesetz gelten. Das Gastgewerbe gehört zu ...". Man fragt sich, welche Beweise gibt es denn dafür, dass "wir" dazugehören? Ich zumindest kenne nur Betriebe, die entsprechend der Tarifvereinbarungen oder sehr viel mehr Geld für Ihre Mitarbeiter bezahlen. Anfällig sind wir höchsten für die immer weiter steigenden bürokratischen Hürden, gegen die wir uns nicht wehren können. Diese verhindern, dass wir uns um unsere Gäste, um den Verkauf und um höhere Erträge kümmern können. Wäre dies der Fall, könnten wir sicherlich auch (noch) höhere Löhne zahlen.

 

Der gesetzliche Mindestlohn

 

Der gesetzliche Mindestlohn wird zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro steigen. Geplant ist ab dem 1. Januar 2020 dann eine weitere Erhöhung auf 9,35 Euro. Die unabhängige Kommission setzt sich aus je drei Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften, dem Vorsitzenden und zwei nicht stimmberechtigten Wissenschaftlern zusammen. Es ist schon recht ungewöhnlich, dass Vorschläge mit dieser Tragkraft von einer 9 köpfigen Kommission vorgeschlagen werden. Doch damit nicht genug. Unser Finanzminister hat sich ja bereits für einen Mindestlohn von 12 Euro ausgesprochen. Klar, denn er verdient ja dabei kräftig mit.

 

Die knapp 6 prozentige Steigerung muss durch entsprechende Preissteigerungen in der Logis und Gastronomie aufgefangen werden. In wieweit unsere Gäste bereit sind, diese zu bezahlen ist fraglich. Insbesondere in der Gastronomie beobachten wir, dass die Ausgabebereitschaft nicht ausreicht, um bei guter Qualität von Speisen und Getränken, sowie gutem Service die notwendigen Deckungsbeiträge zu erwirtschaften. Die erneute Steigerung des Mindestlohns wird vor allem die kleineren Betriebe (Hotels und Gastronomie) treffen. Für diese Betriebe ist es besonders schwer, die Kosten durch mehr Umsatz zu kompensieren. Die größeren Betriebe zahlen bereits seit Jahren nahezu flächendeckend deutlich mehr als den gesetzlichen Mindestlohn und teilweise sogar deutlich über dem Tarif. Wir befürworten, dass gut ausgebildete Mitarbeiter auch ein gutes Entgelt für ihre Leistung erhalten müssen.

 

Für angelernte Mitarbeiter ohne entsprechende Ausbildung, die von den Betrieben sogar noch angelernt werden müssen, sind diese Mindestlöhne aber teilweise zu hoch angesetzt, da sie die Gehaltsspirale immer weiter nach oben treiben.

 

Bei der Budgetplanung 2019/20 müssen die neuen Regeln für den Mindestlohn berücksichtigt werden. Die zusätzlichen Kosten sind durch entsprechende Umsatzsteigerungen aufzufangen. Dazu müssen die Marketingaktivitäten weiter optimiert und die Mitarbeiter in Hotels und Gastronomiebetrieben noch besser in Sachen "aktiver Verkauf" geschult werden. Wir unterstützen unsere Kunden erfolgreich seit 2004 bei diesen Prozessen.

 

Bereits im Jahr 2017 war der Mindestlohn auf 8,84 Euro brutto pro Stunde angehoben worden (bisher 8,50 Euro). Die Berechnung orientiert sich am Tarifindex des Statistischen Bundesamts. Demnach müsste der Mindestlohn um mindestens 27 Cent auf 8,77 steigen. Dies bedeutet eine Steigerung um 3,2%. Die NGG konnte sich mit ihrer Forderung nach einem Mindestlohn von 10,00 € (noch) nicht durchsetzen.

Tipps und News zum Thema Bürokratie in Deutschland
Zeit für Administration – aber effizient bleiben!

Ärgerlich ist, dass die Inhaber und Geschäftsführer durch zahlreiche behördliche Auflagen (Aufzeichnungspflichten, Nachweise, Dokumentationen, Regularien etc.) an ihren eigentlichen Aufgaben (Marketing, Mitarbeiterführung, Gästebetreuung, Controlling) gehindert werden. Die neue Datenschutzverordnung etwa hat nicht nur viel Geld gekostet, sondern eben auch Zeit. Und es ist kein Ende in Sicht. Das Ganze ist umso schlimmer, da man sich auf behördlichem Glatteis fast sicher sein kann, bei einer Prüfung (egal ob Steuerprüfung, Zoll, Gewerbeaufsichtsamt, Gesundheitsamt, Arbeitsschutz, Datenschutz etc.) dann doch „durchzufallen“. Daher ist es ratsam, in dieser Hinsicht immer das zu machen, was möglich und wirklich nötig ist (ca. 80%). Die restlichen 20% zu erreichen, kostet wahrscheinlich unverhältnismäßig viel Zeit und Geld – und beides kann anderweitig besser investiert werden.

 

Datenschutzgrundverordnung

 

Nun gilt sie auch offiziell, die neue Datenschutzgrundverordnung. Jeder wird in den letzten Tagen und Wochen unzählige Mails bekommen haben, in denen er seitenlang die "neuen" Regeln erklärt bekommen hat. Und wahrscheinlich hat jeder auf  den "OK-Button" geklickt. Wem ist damit geholfen, fragt man sich? Wer den Mehraufwand hat in Form von Dokumentationen etc. ist jeden falls klar - der Unternehmer. Danke liebe EU, danke liebe Bundesregierung. Irgendwann haben wir einmal etwas von dem Vorsatz der Entbürokratisierung gelesen. Stand glaube ich mal in einer Regierungserklärung.

 

Die neue Verordnung präzisiert die bereits geltenden Vorgaben u.a. in Deutschland. Ziel ist es, den Schutz von personenbezogenen Daten innerhalb der EU sicherzustellen, andererseits aber auch den Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes zu gewährleisten. Die DSGVO betrifft wirklich jedes Unternehmen also auch Hotels und Gastronomiebetriebe, das im Internet aktiv ist: Nutzer-Tracking, Kundendaten, Newsletter oder Werbemails, Werbung auf Facebook, die eigene Datenschutzerklärung etc. Vieles muss auf Grund der neuen Richtlinien angepasst werden.
Nach der neuen Verordnung müssen zum Beispiel Betriebe, die Daten von Mitarbeitern und Kunden nutzen, die Betroffenen über die Datennutzung informieren und die Datenverarbeitungsprozesse in einem Datenschutzkonzept einmalig dokumentieren.

 

Die Kosten für die Einführung und Umsetzung der DSGVO

 

Also wieder ein Mehraufwand für alle Hoteliers und Gastronomen. Die Chance, hier alles richtig zu machen ist wahrscheinlich genauso gering, wie bei den anderen Gesetzen z.B. HCCAP, Allergene Kennzeichnungspflicht etc. Also bleibt nur, sich Hilfe zu holen z.B. beim DEHOGA, bei dem Rechtsanwalt Ihres Vertrauens etc. Die Kosten für einen Datenschutzbeauftragten betragen mal schnell 500 Euro pro Monat. Bei zahlreichen Kunden verursachte die Anpassung der Homepage, der Hotelsoftware etc. hohe Kosten.

 

Man fragt sich zu Recht, wann der Wahnsinn immer neuer Richtlinien und gesetzlichen Auflagen endlich gestoppt wird. Es interessiert anscheinend keinen, wie ein kleines Hotels oder ein Restaurant, welches als Familienunternehmen geführt wird, diese Auflagen korrekt erfüllen kann und wie er es bezahlen soll. Der Hotelgast wird die Kosten nicht tragen wollen, er wird ja vielerorts bereit durch Bettensteuer, Kurtaxen etc. zur Kasse gebeten.

 

"Gründungsvater" der DSGVO

 

Profiteur sind die zahlreiche Kanzleien in Deutschland, die sich auf Abmahnungen spezialisiert haben. Eine Schlüsselfigur in der Erfindung der Datenschutzgrundverordnung war lt. Informationen des Handelsblattes Herr Jan-Philipp Albrecht. Das Thema Datenschutz passte geradezu maßgeschneidert auf den gebürtigen Braunschweiger, als er 2009 im Alter von 26 Jahren für die Grünen ins Europaparlament einzog. Schließlich hatte der Jurist seine Masterarbeit über europäischen Datenschutz geschrieben. Auch seine Nationalität half ihm: Deutschland führte früher als andere EU-Staaten einen strengen gesetzlichen Datenschutz ein. Am 31. August beendet er seine Tätigkeit in Brüssel. Herr Albrecht wechselt nach Kiel und folgt dort dem Grünen-Bundesvorsitzenden Robert Habeck als Landesumweltminister nach. Mal sehen war er dann für uns an neuen Richtlinien und Verordnungen noch parat hält. Vielleicht gibt es ja dann bald eine Straf-Steuer auf alle "Nicht-Bio Produkte".

Tipps und News zum Thema Künstlersozialkasse (Betriebsprüfung)

Immer wieder für eine Überraschung gut. Die Betriebsprüfung. Hier gibt es ja zahlreiche beliebte Themen: Mindestlohn, Sozialabgaben, Fahrtenbuch, Künstlersozialkasse.

In diesem Zusammenhang informiert ein Schreiben der Deutschen Rentenversicherung, dass "alle Entgelte, die an einen selbständigen Künstler oder Publizisten oder für eine künstlerische oder publizistische Leistung gezahlt werden, der Abgabepflicht unterliegen. Außerdem gehören auch Zahlungen an Künstler/Publizisten zur Bemessungsgrundlage, die als Gewerbetreibende, Einzelunternehmer oder Personengesellschaften (z.B. GbR) am Markt auftreten. Ausgenommen sind lediglich Zahlungen an juristische Personen (z.B. GmbH). Auch Zahlungen an eine KG unterliegen nicht der Abgabepflicht."

Die Künstlersozialabgabe wurde für die Jahre bis 1999 in Form von unterschiedlichen Abgabesätzen für die einzelnen Bereiche der Kunst und Publizistik (Wort, bildende Kunst, Musik und darstellende Kunst) erhoben.
Vom Jahr 2000 an gilt wieder ein einheitlicher Abgabesatz für alle Bereiche der Kunst und Publizistik. Dieser hat sich seitdem wie folgt entwickelt:

2000: 4,0
2001: 3,9
2002: 3,8
2003: 3,8
2004: 4,3

2005: 5,8
2006: 5,5
2007: 5,1
2008: 4,9
2009: 4,4

2010: 3,9
2011: 3,9
2010: 3,9
2011: 3,9
2012: 3,9

2013: 4,1
2014: 5,2
2015: 5,2
2016: 5,2
2017: 4,8
2018: 4,2

Bis zum 30.09. eines jeden Jahres wird der für das nachfolgende Kalenderjahr geltende Abgabesatz durch eine "Künstlersozialabgabeverordnung" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales festgesetzt.

Der Abgaben kann man angeblich entgehen, wenn der Auftrag an eine z.B. Grafik-Agentur den Zusatz enthält: "Umsetzung der von uns vorgegebenen Vorlagen, Designs, Gestaltung etc."

Also, wie immer in diesem Land, kompliziert, aufwendig und kostenintensiv. Hier der Link zur Künstlersozialkasse.

Besteuerung von Hotelparkplätzen und Wellnessbereichen

Steuervereinfachung? Bürokratieabbau? Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Nach dem aktuell veröffentlichten Urteil des BFH vom 1. März 2016 unterliegt die Überlassung von Hotelparkplätzen dem Umsatzsteuersatz von 19%. Die Umsatzsteuer wird auch dann fällig, wenn zwischen dem Hotel und dem Gast keine Vereinbarung über die Nutzung getroffen und vom Gast kein Geld für die Nutzung zu zahlen ist. Eine kostenlose Nutzung ist somit nicht zulässig.

 

Was ist zu tun? Hier ein paar Tipps:

 

  • Die Integration der Parkplatzgebühren in die meistens bestehende "Businesspauschalen"
  • Noch besser: Lassen Sie ihre Gäste eine „Obolus“ für die Parkplatzbenutzung entrichten und zwar mit dem Verweis auf unseren Finanzminister. Wir haben in verschiedenen Hotel eine Parkplatzgebühr von 2 Euro pro Tag eingeführt. Ohne dass es zu Protesten kam.
  • Schaffung einer Pauschale (Businesspauschale, Komfortpauschale etc.) Hier werden die Entgelte für z.B. Saunanutzung, Parkplätze, Frühstück etc. zusammengefasst. Je nach Destination können auch andere Entgelte (Schwimmbadnutzung, E-Bikes, Bergbahnen etc.) hier einfließen.
  • Auf sämtlichen Vermarktungskanälen dürfen keine Hinweise zur kostenlosen Nutzung von Parkplätzen oder Saunen stehen. Dies gilt auch für die OTA´s (HRS, Booking) und META Portale (Trivago, Tripadvisor etc.) aber auch z.B. für Google Places.

 

Leider macht es sich der Gesetzgeber wieder einfach und gibt keine Vorgaben bzgl. der zu verwendeten Höhen der Entgelte. Damit sind wir wieder einmal der Willkür der Finanzbeamten / Finanzprüfer ausgeliefert. Auch der Wellnessbereich (und somit auch die einzelne Sauna) darf nicht mehr kostenlos angeboten werden. Auch hier muss ein entsprechender Betrag mit 19% versteuert werden.

Und was kommt als nächstes? Die W-Lan Nutzung? Die Ausgabe von touristischen Informationsmaterial, Leihfahrräder, im Allgäu die Bergbahnen oder das Fernsehen? Wie wäre es mal mit einer "Keep it Simple" Taste auf der Tastatur des Finanzamtes?

Kurioses, Ärgerliches und Informatives aus der Branche vor.

Frisch eingetroffen - der Jahreskalender 2019 für Hoteliers und Gastronomen

 

Dieses Jahr haben wir das erste Mal einen Jahreskalender für unsere Kunden und andere Interessenten produzieren lassen. Auf dem Wandkalender finden sich wichtige Hinweise auf Messetermine, Deadlines, Marketingaufgaben und andere Dinge, die zu bestimmten Zeiten erledigt werden sollten. Im Prinzip ein kleiner Marketingplan. Sie sind interessiert? Gerne schicken wir Ihnen ein Exemplar zu. Kurze E-Mail genügt an info@burckschat-hotelberatung.de

 

 

Heizöl ist teuer geworden und belastet die Energiekosten

 

Nicht nur an den Tankstellen fällt der hohe Benzinpreis auf. Auch wer Heizöl tanken muss, wird sich auf Preissteigerungen um die 9% gegenüber Anfang Oktober einstellen. Grund dafür ist nicht der hohe Ölpreis, dieser ist sogar in letzter Zeit um rund 14% gefallen. Nein, das Niedrigwasser auf dem Main und Rhein ist der Grund. Die Lastkähne können teilweise nur noch zu 50% beladen werden. Außerdem führte ein Brand in einer Raffinerie bei Ingolstadt zu zusätzlichen Lieferengpässen. Bei steigenden Wasserständen sollte diese Probleme aber wieder der Vergangenheit angehören und der Heizölpreis.

 

Kennzeichnungspflichtig beim Bier

 

Auf der letzten Förderkreissitzung des DEHOGA Brandenburg wurde berichtet, dass ein Gastronom in der Getränkekarte das Bier nicht entsprechend der Vorschriften (Allergene Kennzeichnungspflicht) gekennzeichnet hatte. Es fehlte angeblich der Zusatz "Kann Spuren von Getreide enthalten".  Aus diesem Grund haben wir nachfolgend Auszüge des Verbandes der Deutschen Brauer zu diesem Thema zur Info bereitgestellt.

 

Bei der Kennzeichnung einzelner Zutaten ist folgendes zu beachten:
Wasser: Da Wasser den größten Anteil des Bieres ausmacht, ist es an erster Stelle zu nennen. Anstelle von „Wasser“ kann auch die Bezeichnung „Brauwasser“ gewählt werden. Malz: Die Angabe von „Malz“ im Zutatenverzeichnis ist ausreichend, wenn es sich um Gerstenmalz handelt. Dann muss aber der Zusatz „enthält Gluten“ angebracht werden. Bei der Verwendung von anderen Getreidearten zur Malzherstellung ist die Getreideart anzugeben, z.B. Weizenmalz, Roggenmalz. Die gesonderte Angabe von Spezialmalzen, wie z.B. Röstmalz, Brühmalz und Spitzmalz, ist nicht erforderlich, aber möglich. Hopfen: Für Naturhopfen, Hopfenpellets sowie Hopfenpulver ist die Bezeichnung „Hopfen“ ausreichend. Hopfenextrakt muss als „Hopfenaroma“, „Hopfenauszug“ oder „Hopfenextrakt“ gekennzeichnet werden. Hefe: Eine Verpflichtung zur Angabe von „Hefe“ im Zutatenverzeichnis besteht nur dann, wenn die Hefe im fertigen Bier noch enthalten ist. Zucker: Die verwendeten Zuckerarten können entweder mit der in der ZuckerartenVO festgelegten Verkehrsbezeichnung oder mit dem Klassennamen gemäß Anlage I der LMKV gekennzeichnet werden. Die letztgenannte Kennzeichnung hat den Vorteil, dass lediglich drei Klassennamen zu unterscheiden sind. Das sind: „Zucker“, „Glukosesirup“ sowie „Dextrose“ oder „Traubenzucker“. Hiernach ist z.B. Invertzucker mit dem Klassennamen „Zucker“ und Isoglukose mit dem Klassennamen „Glukosesirup“ zu kennzeichnen. Gärungskohlensäure: Kohlensäure, die im Brauprozess entsteht, muss nicht gekennzeichnet werden. Falls die z.B. im Malztrunk enthaltene Kohlensäure nicht durch Gärung des Getränks erzeugt, sondern aus einem anderen Brauprozess zugegeben wurde, ist die Kohlensäure nach Maßgabe ihres Gewichtsanteils am Enderzeugnis anzugeben, z.B. mit Gärungskohlensäure. Zuckerkulör: Die bei der Herstellung von Malztrunk verwendete Zuckerkulör ist entweder mit der Bezeichnung „Farbstoff Ammoniak-Zuckerkulör“ oder „Farbstoff E 150 C“ im Zutatenverzeichnis anzugeben. (Quelle: Brauer-Bund.de )

 

Günstige TV-Geräte für das Hotelzimmer

 

Auf Grund der Umstellung von Analog auf Digital Fernsehen (Analoges TV wird abgeschaltet), sind vielen alte Hotel-TV nicht mehr empfangsfähig. Ein Kunde von uns musste zahlreiche Fernseher austauschen. Er hat Geräte von der Marke Dyon gefunden und sich für das Model

 

DYON Enter 40 Pro-X 101,6 cm (40 Zoll) Fernseher (Full-HD, Triple Tuner, DVB-T2 H.265 /HEVC) und das 32 Zoll Model entschieden. Kostenpunkt 199 Euro bzw. 134 Euro. Er bestätigt: Leichte Programmierung, gutes Bild, mit Sicherung gegen Fremdprogrammierung vom Gast.

 

Thema 19% MwSt. in der Gastronomie

 

Kommentar überflüssig. Gute Idee vom Gastronom! In vielen Restaurantkassen lassen sich im unteren Teil viele wichtige Informationen und Hinweise einstellen. Und - wir können sicher sein, dass der Gast sie bestimmt liest. Die Texte können natürlich entsprechend der Jahreszeiten variieren. Ein einfaches, aber wirksames Marketingtool. Das gleiche funktioniert natürlich auch bei der Hotelrechnung.

 

Termine / Veranstaltungen

Ausarbeitung der Budgets für das Jahr 2020

 

Ab Mitte November erstellen wir wieder gemeinsam mit unseren Kunden die Budgets für das kommende Jahr. Dabei werden sowohl die Umsätze der einzelnen Abteilungen erfasst als auch die direkt zurechenbaren Kosten. Außerdem werden die übergeordneten Kostenstrukturen ermittelt. Somit entsteht eine übersichtliche und praxisgerechte Kostenstellenrechnung. Ergänzt wird die Rechnung durch eine Liquiditätsvorschau, ebenfalls für die einzelnen Monate. Zwischen einem und zwei Tagen dauern die Beratungen dazu. Ca. 15 Budgets erstellen wir in der Zeit zwischen November und Januar. Dabei gibt es zahlreiche Hinweise und Tipps für eine erfolgreiche Betriebsführung.

 

Wenn Sie Interesse an einem besseren Überblick über Ihre Kennzahlen zu bekommen und lieber agieren als reagieren, rufen Sie uns gerne an.

 

Brandenburgischer Tourismustag und Sparkassen-Tourismusbarometer 2019

 

Kulturkirche Neuruppin, Virchowstraße 41, 16816 Neuruppin

Tourismustag 21.08.2019 - 22.08.2019 von 10:00 Uhr - 13:00 Uhr

Veranstalter: TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH

 

Businesspaket oder Pauschale?

 

der BHG informierte mit dem Newsletter 7/18 über die neuste Entwicklung in Sachen Besteuerung. Hierbei wird deutlich, dass das Finanzamt die ursprüngliche Regelung der 7% Besteuerung auf den Hotelumsatz immer weiter aufweicht. Der Regelsteuersatz wird unterwandert, in dem der Parkplatz, die W-Lan Nutzung, die Saunanutzung etc. mittlerweile wieder mit 19% besteuert werden. Dabei gibt es, wie üblich, keine Rechtsicherheit da nicht genau festgelegt wird, welche Werte zugrunde gelegt werden müssen. Im Zweifelsfalle für das Finanzamt nicht für den Angeklagten.

 

Was ist zu tun? Erstens kann ein Businesspaket geschnürt werden. Die darin enthaltenen Umsätze werden einzeln aufgeführt und mit 19% versteuert.

 

Alternativ schlägt das Finanzamt (wer könnte auch sonst auf eine solche Idee kommen) vor, 20% des Übernachtungsumsatzes pauschal mit 19% zu versteuern.

 

Die Aufstellung eines Businesspaketes ist somit zunächst die bessere Lösung. Allerdings sollten die Bestandteile möglichst genau kalkuliert werden. Dazu gehören Frühstücksinventuren, um den tatsächlichen Wareneinsatz zu ermitteln und Kalkulationen welche Kosten durch die Betreibung des Parkplatzes oder der Sauna entstehen. Die beiden letzten Positionen sind schwierig. Daher empfehlen wir diese Positionen separat mit dem Gast abzurechnen. Gegen eine obligatorische Nutzungsgebühr von z.B. 2 Euro für die tägliche Parkplatznutzung oder 5 Euro für die Nutzung der Sauna, wird keine Gast Einwände haben. Vor allem, wenn er den Hintergrund (Bereicherung des Finanzamtes und nicht des Hotels) erfährt. Dieses kann durch einen kleinen Aufsteller an der Rezeption geschehen.

 

Bald 150.000 Hotelbetten?

 

Das Amt für Statistik in Berlin Brandenburg teilt mit, dass die Übernachtungszahlen im Jahr 2017 starke Rückgänge bei den Übernachtungszahlen hinnehmen mussten. Dennoch werden immer mehr Hotelbetten gebaut. Oft rüsten bestehende Hotels ihre Bettenkapazität auf. Natürlich stellt sich hier die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Aber anderes als in der Privathotellerie kann die Kettenhotellerie Verluste einzelner Standorte durch anderweitige Gewinne kompensieren. Und in Berlin möchte nun mal jede Hotelkette vertreten sein. Sicherlich sind die Hotels der Stadt zu den großen Events ausgebucht und Gäste müssen bis zu 60 Kilometer weit ins Umland ausweichen aber die Wirtschaftlichkeit muss auf das Jahr gesehen stimmen.